Fallen
 

Fallen, tief in die Dunkelheit
Die Schatten schlingen Licht
Tränen bergen mein Gesicht
So erfreut sich kein Leben mehr dem Sein
Und buddelt stets nach alt Gebein

Ist das Alte erst entdeckt und man ließt die toten Mythen
Reißt's ein' weg der hiergen Welt
Die Sehnsucht entflammt der frühen Zeit
Die Sehnsucht nach der Einsamkeit

Es nennt sich jeder Ritter und auch Krieger
Des Normalen Leben wird zu wieder
Und glaubt man erst der alten Macht
Sei sogleich die ganze Welt hinweg gerafft

Glaubst auch du diesem Schein
Daß du beim Anblick dieser gleich mußt schrein
Dieser tollen modernen Art
Hinweg zur neusten Verblödungsfahrt

So sitz ich hier und schreib mit unverständlich Ding
Die Gedanken ganz weit weg gerichtet
In eine Welt die niemand will
Nur ich der groß von ihr berichtet

Ich werd' bald sterben
Und die Welt mit mir
Denn ist die Welt die ich mir leb'
Nur am fremd'sten dir?
 

21.06.2000

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